SPÖ Wien zum 1. Mai: „Wien schafft Zukunft“
Der diesjährige Maiaufmarsch der SPÖ Wien stand ganz im Zeichen des Mottos „Wien schafft Zukunft“. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich Sozialdemokrat:innen aus allen 23 Bezirken, der Gewerkschaft, den SPÖ-Vorfeldorganisationen sowie zahlreiche interessierte Wienerinnen und Wiener am Rathausplatz. Im Mittelpunkt standen Forderungen nach fairen Arbeitsbedingungen, leistbarem Wohnen, Bildungschancen, sozialer Gerechtigkeit und Gleichstellung.
Ludwig: Wien zeigt, was möglich ist
Bürgermeister Michael Ludwig betonte in seiner Rede die Rolle Wiens als Stadt der sozialen Sicherheit und Chancen. Wien zeige, was möglich sei, wenn Politik konsequent auf Zusammenhalt und Investitionen in die Zukunft setze. Besonders hob Ludwig den starken sozialen Wohnbau hervor: Dass 62 Prozent der Wiener Bevölkerung in geförderten, leistbaren Wohnungen leben können, sei international einzigartig und ein Erfolgsmodell, auf das man stolz sein könne.
Gleichzeitig verwies der Bürgermeister auf die Herausforderungen der letzten Jahre, etwa durch Inflation und finanzielle Belastungen für Städte wie Wien. Umso wichtiger sei eine handlungsfähige Bundesregierung und die Zusammenarbeit mit den sozialdemokratischen Regierungsmitgliedern unter Führung von Vizekanzler Andreas Babler.
Klar positionierte sich Ludwig auch in zentralen gesellschaftspolitischen Fragen: Eine Sonntagsöffnung im Handel lehnt er ebenso ab wie eine Anhebung des Pensionsantrittsalters. Beide Maßnahmen würden zulasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gehen und seien daher nicht der richtige Weg. Ebenso sprach er sich deutlich gegen jede Form der Privatisierung des Gesundheitssystems aus – die Gesundheitsversorgung müsse für alle Menschen zugänglich und leistbar bleiben.
Auch in der Frage politischer Zusammenarbeit zog Ludwig eine klare Grenze: Eine Koalition mit der FPÖ komme für ihn nicht infrage. Die Wiener Sozialdemokratie stehe für Zusammenhalt, soziale Sicherheit und eine klare Abgrenzung gegenüber rechtspopulistischer Politik.
Ludwig betonte zudem die Bedeutung der Solidarität innerhalb der Sozialdemokratie sowie mit der Gewerkschaftsbewegung. Gerade in schwierigen Zeiten zeige sich, wie wichtig Zusammenhalt sei. Auch die klare Haltung Wiens gegen soziale Ungleichheit und für leistbares Wohnen zog sich als roter Faden durch seine Rede.
Babler: Österreich besser machen
SPÖ-Bundesparteivorsitzender und Vizekanzler Andreas Babler stellte den Anspruch der Sozialdemokratie in den Mittelpunkt, Österreich spürbar zu verbessern. Die SPÖ arbeite jeden Tag daran, das Leben der Menschen einfacher und gerechter zu machen, und stehe dabei klar auf der Seite der Arbeitnehmer:innen, Familien und Pensionist:innen. Gerade in herausfordernden Zeiten brauche es eine Politik, die Verantwortung übernimmt, für soziale Sicherheit sorgt und Perspektiven schafft. Ziel sei es, das Land auf einen Kurs des Zusammenhalts, der Fairness und der Chancengleichheit zu führen.
Katzian: Solidarität als Antwort auf globale Krisen
ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian stellte den 1. Mai unter das klare Zeichen internationaler Solidarität. Gerade angesichts globaler Krisen, wachsender Unsicherheiten und sozialer Ungleichheiten sei Solidarität die stärkste und wichtigste Antwort. Es gehe darum, Errungenschaften zu verteidigen und gleichzeitig neue Fortschritte zu erkämpfen. Der Einsatz für faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit müsse ebenso konsequent weitergeführt werden wie der Kampf für Gleichstellung und mehr Gerechtigkeit – in Österreich wie auch darüber hinaus.
Hanke: Hoffnung als politische Haltung
Auch SPÖ Wien-Frauenvorsitzende Marina Hanke betonte die besondere Bedeutung des Tags der Arbeit als Kampftag für Gleichstellung und Frauenrechte. Hoffnung sei dabei keine bloße Floskel, sondern eine politische Haltung und ein klarer Auftrag, die Lebensrealitäten von Frauen konkret zu verbessern. Es brauche weiterhin entschlossene Maßnahmen für gleiche Bezahlung, faire Arbeitsbedingungen und die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Neumayer: Wien schafft Zukunft
SPÖ Wien-Landesparteisekretär Jörg Neumayer hob die enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften hervor und sprach von einem klaren Bekenntnis zu Lohngerechtigkeit, guten Arbeitsbedingungen und fairer Bezahlung. Der 1. Mai habe nichts an Aktualität verloren, im Gegenteil: Die Herausforderungen für Arbeitnehmer:innen seien weiterhin groß. „Wien schafft Zukunft – und das heißt vor allem Arbeitsplätze und Perspektiven“, so Neumayer. Mit gezielten Investitionen in Zukunftsbranchen, Qualifizierung und Klimaschutz sichere Wien seine Rolle als Wirtschaftsmotor Österreichs.
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