10.12.2025

SPÖ Währing sagt illegaler Kurzvermietung den Kampf an

Die SPÖ Währing will den Wohnraum im Bezirk besser schützen und gegen illegale Kurzzeitvermietungen – etwa über Plattformen wie Airbnb – entschlossen vorgehen. In der Bezirksvertretungssitzung im Dezember bringt sie dazu einen Antrag ein.
Ziel der Initiative sind engmaschigere Kontrollen von Verstößen gegen die Regeln zur Kurzzeitvermietung sowie ein bezirksspezifischer Bericht bis Juni 2026, der die Auswirkungen auf Wohnungsmarkt und Lebensqualität in Währing darstellt.


Hintergrund ist die Bauordnungsnovelle 2023, die Kurzzeitvermietungen auf maximal 90 Tage pro Jahr beschränkt. So soll verhindert werden, dass Wohnungen dauerhaft als touristische Unterkünfte genutzt und dem regulären Mietmarkt entzogen werden.
„Bei uns haben sich vermehrt Bewohner:innen gemeldet, hier genauer hinzuschauen“, erklärt Marcus Altmann, Klubvorsitzender der SPÖ Währing. „Wir wollen sicherstellen, dass Wohnungen nicht zu anonymen Mini-Hotels verkommen, sondern den Menschen im Bezirk zur Verfügung stehen. Gerade junge Menschen und Familien brauchen leistbaren Wohnraum. Wenn ganze Wohnungen dauerhaft touristisch genutzt werden, verschärft das die Situation. Darum setzen wir uns für klare Regeln und deren Einhaltung ein.“


Kurzzeitvermietungen betreffen nicht nur die Mieten, sondern auch das Zusammenleben im Grätzel: häufiger Wechsel der Bewohner:innen, mehr Lärm, weniger Identifikation mit dem Wohnhaus. Die Lage am Wohnungsmarkt zeigt den Handlungsbedarf deutlich: Laut einer aktuellen ImmoScout24-Analyse sind die Wohnkosten 2025 erneut gestiegen; im 18. Bezirk haben sich die Mietpreise im Durchschnitt um rund 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht.
„Unser Antrag richtet sich nicht gegen private Vermieter:innen, die sich an die Regeln halten“, betont SPÖ-Bezirksrätin Maria Masching. „Aber dort, wo aus Wohnungen ein dauerhaftes illegales Geschäftsmodell gemacht wird, müssen wir klar handeln. Wohnraum ist ein Grundrecht – kein Spekulationsobjekt.“


Die SPÖ Währing setzt sich seit Jahren für leistbares Wohnen und soziale Sicherheit ein. Mit dem neuen Antrag soll sichergestellt werden, dass die Bauordnungsnovelle im Bezirk wirksam umgesetzt wird – damit Währing ein lebenswerter, sicherer und sozial gerechter Wohnbezirk für alle Generationen bleibt.

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