19.04.2026

Gemeinsam für echte Gleichstellung

Zum Frühlingsbeginn waren wir am Kutschkermarkt unterwegs, mit einem Glas Sekt und vor allem mit viel Zeit für Gespräche. Und genau die haben den Tag besonders gemacht. Wir haben mit vielen, vor allem auch jüngeren Frauen, darüber gesprochen, was sie gerade beschäftigt, von (digitaler) Gewalt gegen Frauen bis hin zur Frage, wie Care-Arbeit im Alltag fairer verteilt werden kann und wie wichtig faire Rahmenbedingungen sind. Diese Gespräche haben uns einmal mehr gezeigt, wie eng all diese Themen miteinander verbunden sind. Deshalb freuen wir uns jetzt schon auf die nächste Dialogaktion.

Denn ob es um Gewalt, um unbezahlte Arbeit oder um wirtschaftliche Chancen geht, am Ende läuft vieles auf die gleiche Frage hinaus: Wie gleichberechtigt können Frauen ihren Alltag leben?

Wie sehr diese Gleichberechtigung noch unter Druck steht, zeigt sich besonders beim Thema Gewalt. Hier wird deutlich, wie groß die Herausforderungen weiterhin sind. Digitale Gewalt ist längst kein Randphänomen mehr. Besonders besorgniserregend ist die Zunahme sogenannter Deepfakes, manipulierte Bilder oder Videos, die Menschen in Situationen zeigen, die nie stattgefunden haben. Sie verletzen die Würde der Betroffenen und können massiven Schaden anrichten. Umso wichtiger ist es, dass hier politisch gehandelt wird, auf europäischer Ebene ebenso wie bei uns vor Ort in Wien, wo wir den Schutz vor Gewalt weiter ausbauen und Unterstützungsangebote stärken.

Gleichzeitig zeigt sich Ungleichheit auch an anderer Stelle: Noch immer leisten Frauen den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit. Dazu kommt der sogenannte „Mental Load“, also jene unsichtbare Organisationsarbeit im Alltag, vom Planen bis zum Mitdenken. Diese dauerhafte Verantwortung bindet Zeit und Energie und wirkt sich direkt auf Berufschancen und Gesundheit aus.

Und genau hier schließt sich der Kreis: Wer im Alltag den Großteil dieser Arbeit trägt, hat oft weniger Spielraum, wirtschaftliche Chancen zu nutzen. Dabei leisten Frauen einen entscheidenden Beitrag zur Wirtschaft, auch in Wien, wo immer mehr Frauen Unternehmen gründen, Ideen umsetzen und Arbeitsplätze schaffen. Damit das unter fairen Bedingungen möglich ist, braucht es gezielte Unterstützung und Rahmenbedingungen, die echte Gleichstellung ermöglichen.

All diese Themen sind keine Einzelfragen. Sie hängen zusammen und betreffen unseren Alltag ganz unmittelbar. Umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen, zuzuhören und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Und zum Schluss noch eine wichtige Information aus der Wiener Stadtpolitik: Elke Hanel-Torsch wurde zur neuen Frauenstadträtin ernannt. Wir gratulieren ihr recht herzliche und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Gleichzeitig gilt unser großer Dank Kathrin Gaál, die in den vergangenen Jahren wichtige Maßnahmen für Frauen in Wien umgesetzt und entscheidend vorangebracht hat. Wir wünschen ihr viel Erfolg in ihrem neuen Job und freuen uns auf ein Wiedersehen!

SPÖ Wien

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