02.12.2025

SPÖ Frauen Währing fordern echte Einkommensgerechtigkeit

„Was würdest du mit 7.103 Euro machen?“, fragte am 21. November die SPÖ Währing Passant:innen.

„Das ist die Summe, die Frauen im Jahr 2025 in Wien durchschnittlich weniger verdienen als Männer“, erklärt Renate Rummerstorfer, Bezirksvorsitzende der SPÖ Frauen und Bezirksrätin in Währing, die Aktion. „Frauen verdienen heuer in Wien durchschnittlich 11 Prozent weniger. Das bedeutet, dass sie ab dem 22. November bis Jahresende rechnerisch gratis arbeiten“, so Rummerstorfer weiter. Der Equal Pay Day ist ein Aktionstag, der auf diese nach wie vor bestehende Entgeltungleichheit aufmerksam macht.

Währing unter dem Wiener Durchschnitt

Das durchschnittliche Jahreseinkommen von Männern in Wien liegt 2025 bei 64.703 Euro brutto. Frauen kommen im Schnitt auf 57.600 Euro brutto, also 7.103 Euro weniger. Wien hat damit den spätesten Equal Pay Day Österreichs, bleibt aber dennoch das Bundesland mit dem geringsten Einkommensunterschied.

„In Währing verdienen Frauen für die gleiche Arbeit deutlich weniger als Männer und arbeiten somit weit mehr Tage im Jahr unbezahlt: Der Equal Pay Day fällt in unserem Bezirk heuer schon auf den 25. Oktober“, ergänzt Bezirksrätin und Vorsitzende der roten Gewerkschafter:innen im Bezirk Maria Masching (SPÖ) hinsichtlich der Situation im Bezirk.

„Diese Ungerechtigkeit endet aber nicht beim Einkommen. Frauen verfügen über weniger Vermögen, erben weniger, erhalten geringeres Arbeitslosengeld und niedrigere Pensionen. Die Folgen sind Armut, besonders für ältere Frauen und Alleinerzieherinnen. Die anhaltende Krise und die Rekordteuerung verschärfen die Lage zusätzlich“, schildert Rummerstorfer. „Das Erreichen von Einkommensgerechtigkeit ist ein langer Weg: ein wichtiger nächster Schritt ist die Lohntransparenz. Künftig muss offengelegt werden, wenn Frauen für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden. Die EU-Richtlinie, die bis Juni 2026 umgesetzt wird, ist dafür ein entscheidender Hebel“, betont Rummerstorfer.

„Bezahlte und unbezahlte Arbeit müssen endlich fair zwischen Männern und Frauen aufgeteilt werden. Dazu braucht es österreichweit flächendeckende ganztägige Kinderbetreuung und echte Wahlfreiheit für Frauen“, so Rummerstorfer und Masching abschließend zu den Forderungen der SPÖ Währing. „Die aktuelle Halbe-Halbe-Kampagne der SPÖ Frauen unterstreicht, dass Gleichstellung nur dann gelingt, wenn Verantwortung zwischen den Geschlechtern gerecht verteilt wird und zwar nicht nur im Beruf, sondern auch im Alltag.“

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